Schlagwort: Kita

Bildungsnotstand in den Kitas?

Oh man… habe schon wieder recht lange nichts hören lassen von mir. Es gibt eben Zeiten, an denen mich die Arbeit wirklich auffrisst. Und im Moment ist so eine Zeit, denn das Kita-Jahr neigt sich dem Ende und recht viele Kinder verlassen die Kita und wechseln zur Schule bzw. einer anderen Vorschule. Für mich bedeutet das extrem viel Arbeit. Um genau zu sein, sind es einige Abschlussberichte, die ich noch schreiben muss und viele, viele Eltern-Abschlussgespräche, die zu führen sind.

Und genau die Elterngespräche sind es, die mich aktuell manchmal zum Verzweifeln und zum Nachdenken bringen…
Ganz genau, geht es um den Druck, den einige Eltern schon auf ihre Kinder ausüben, denn es scheint mittlerweile unglaublich wichtig zu sein, dass ein Kind mit 6 Jahren schon Abi-reif ist und bereits jetzt ein riesen Selbstbewusstsein hat. (mehr …)

Sind Erzieher-Kinder wirklich gestörter als andere? – Vorsicht Klischee…

Ich liebe ja Klischees und mache mich auch ganz gerne mal über klischeehaftes lustig. Aber ganz besonders wunderbar finde ich es, wenn ein solches Klischee mich selbst betrifft.
Darauf gekommen bin ich neulich in der Kita, als ein Papa seine Tochter abholte und sich dabei scherzhaft über die freche Art eines anderen Kindes ausließ, dessen Vater Polizist ist.

Ihr müsst wissen, dass der Sohn des Polizisten wirklich sehr wild und laut ist, weshalb der Mädchenpapa zu mir sagte: „Ja, so ist das. Die Kinder von Polizisten sind immer die schlimmsten…“ Meine Antwort darauf war natürlich, dass nur noch die Kinder von Erziehern, Lehrern, Psychologen… schlimmer sind. Wir konnten zwar herzhaft darüber lachen, weil eine ordentliche Portion Ironie dabei war, trotzdem habe ich mich im Nachhinein ständig gefragt, woher dieses Klischee denn kommt.
Warum denken viele wirklich, dass der Nachwuchs von Eltern, die Erzieher, Lehrer Psychologen, Polizisten usw. schwierig ist?

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Arbeit vs. Familie… oder: falsche Prioritäten!

Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie mich das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ mittlerweile nervt, denn ich komme immer wieder an meine Grenzen, was die Vereinbarkeit angeht. Gerade, wenn es um meine Flexibilität geht, fühle ich mich oft hin- und hergerissen, denn meine Arbeitsstelle verlangt von mir in der Zeit von 6 – 18 Uhr eine hohe Flexibilität. Das ist die tägliche Öffnungszeit der Kita, in der ich arbeite.
Klar gibt es einen Dienstplan, der meist auch eingehalten wird. Da wir aber eine recht kleine Kita sind und dementsprechend wenige Erzieher sind, ist es schwieriger bei Ausfallzeiten, wie Urlaub oder Krankheit das restliche Personal zu „verschieben“. Bedeutet also, dass die Ausfallzeiten komplett von den wenigen Vollzeit-Erziehern aufgefangen werden muss. Also eben auch von mir.

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Erziehung… oder der Blick in den Spiegel

Während meiner Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin habe ich allerhand Erziehungs- und Lernthoerien an die Hand bekommen. Von der klassischen Konditionierung bis hin zum Modelllernen war alles dabei.
Zu dieser Zeit war für mich die logischste Theorie, die am besten „funktionieren“ könnte, das operante Konditionieren.
Vereinfacht erklärt, geht es hier darum positive Verhaltensweise zu verstärken, etwa durch eine Belohnung.

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Mein Statement zum offenen Brief an die Erzieherin von Frau Rella

Liebe Frau Rella und auch alle anderen Eltern,

ich kann euren Ärger und eure Verzweiflung verstehen, da ich nicht nur Heilerziehungspflegerin in einer Kita, sondern auch Mutter bin.

Aber gerade, weil ich Mutter bin, befürworte ich den Streik, denn in Hamburger Kitas kann man heutzutage nicht mehr von Betreuungsqualität sprechen.

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Alles inklusiv, oder was?

Wie ihr ja mittlerweile wisst, habe ich eine neue Arbeitsstelle in einer Kita gefunden. Seit dem 1.1.15 bin ich mittlerweile dort beschäftigt.
Die Kita liegt in einem sogenannten „sozialen Brennpunkt“ und ich bin als Heilerziehungspflegerin hauptsächlich für die I-Kinder zuständig.
Es ist also nicht immer ganz einfach und manchmal ganz schön nervenaufreibend.
Im Moment haben wir offiziell drei I-Kinder in der Gruppe. Ein I-Kind hat eine Entwicklungsverzögerung, das zweite I-Kind hat eine Sprachentwicklungsverzögerung ist aber ansonsten ein ganz lieber Junge und das dritte I-Kind hat sonderpädagogischen Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich. Früher nannte man es „verhaltensgestört“ oder „schwer erziehbar“.

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Ein neuer Anfang…

Wie schon hier erwähnt, habe ich eine neue Arbeit.
Die letzten 10 Jahre habe ich ausschließlich in der Behindertenhilfe mit Erwachsenen Menschen gearbeitet. Meist mit dem Schwerpunkt „psychische Erkrankungen“ Ich habe diese Arbeit in den letzten Jahren eigentlich immer sehr gerne gemacht. Aber gerade in den ersten Wochen nach der Elternzeit wurde meine Unzufriendenheit in Bezug auf meinen Job immer größer. Ich hatte mit einem sehr kleinen Stundenvertrag haufenweise Bezugsklienten, die eben alle ihre kleinen und großen Problemchen haben, die bearbeitet werden wollen. Dazu kam der Wechselschichtdienst und Überstunden en masse.Damit ich mit meinem kleinen Stundenvertrag über die Runden komme, habe ich auch noch eine Stelle in der Zeitarbeit angenommen. Dort hatte ich zwar keine Bezugsklienten aber auch Wechselschichtdienst und ständig wechselnde Einrichtungen.

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Kleine Auszeit…

Wie ihr wohl unschwer bemerken konntet, habe ich mir die letzten Wochen eine kleine Auszeit genommen, denn es war hier viel los und es haben sich ein paar Dinge verändert. Außerdem bin ich mittlerweile seit zwei Monaten immer wieder krank. Es war also sozusagen nötig…

Die größte Veränderung, die sich zufälligerweise ergeben hat, ist eine neue Arbeitsstelle. Und mit zufälligerweise meine ich auch zufälligerweise.

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