Wahrscheinlich kennt ihr sie alle: Die Probleme mit den Omas eurer Kinder. In meinem ganz speziellen Fall handelt es sich -wie so oft- um meine Schwiegermama.

Meine Schwiegermutter hat die Angewohnheit alles und jeden zu bemuttern. Früher, bevor die Maus da war, bin ich auch ganz gut damit zurecht gekommen, denn damals hat sie höchstens mal Kleinigkeiten für uns eingekauft oder dem Supermann ungefragt irgendwelche Hemden und Socken mitgebracht.

Seit die Maus auf der Welt ist, bemuttert sie zwar nicht mehr meinen Mann, dafür aber die Maus. Sie scheint grundsätzlich in allem zu denken, dass sie besser weiß, was gut für sie ist. Es kommt mir vor, als würde sie uns nicht zutrauen uns selbst um unser Kind zu kümmern. Als ob wir selbst noch zu jung dafür wären.

Es geht bei Kleinigkeiten, wie dem Essen von der Maus los… Sie hält sich einfach nicht an Abmachungen. Wir haben sie mehr als einmal darum gebeten, der Maus an den einmal wöchentlich stattfindenden Oma-Tagen nicht ständig so viel zu essen zu geben, da sie sonst abends nichts Richtiges mehr isst.

Die Oma meint, ich wäre kleinlich. Schließlich sollten Großeltern doch auch ein bisschen verwöhnen dürfen. Klar, kann ich den Gedanken verstehen. Aber einmal pro Woche Kekse, ein Eis, ein Fruchtzwerg und ein Frucht-Quetschie innerhalb von 2,5 Stunden, finde ich dann doch zu viel.

Weiter geht es mit Klamotten. Wir haben ihr schon mindestens drölfzigtausendmal erklärt, dass sie der Maus bitte keine Klamotten kaufen soll, denn die Maus ist in Sachen Kleidung recht eigen. Das Ende vom Lied ist, dass wir Unmengen an Anziehsachen im Schrank herumliegen haben, die die Maus nie anzieht.

Zurzeit hat die Maus eine extreme Mama- und Papa-Phase. Sie weicht kaum einen Millimeter von unserer Seite und braucht auch ziemlich lange, um aufzutauen gegenüber anderen. An sich ist das ja nichts Schlimmes. Zumindest in unseren Augen.
Was die Sache aber echt schwierig macht, ist die Tatsache, dass sie im Moment die Oma-Tage verweigert. Ich finde das in Ordnung, schließlich geht diese Phase, wie alle anderen Phasen zuvor, auch wieder vorbei. Die Oma aber hat damit ein Problem. Sie kann einfach nicht akzeptieren, dass die Maus im Moment einfach nicht möchte. Sie versucht ständig uns dazu zu bringen irgendwelche „Tricks“ zu probieren, wie sie zum Beispiel anlügen, dass Mama und Papa länger arbeiten müssen. Dass sie es damit nur schlimmer macht, sieht sie einfach nicht ein.

Wie seht ihr das? Habt ihr „Patentrezepte“ im Umgang mit übergriffigen Großeltern? Wie geht ihr damit um? Oder läuft bei euch immer alles harmonisch ab?

2 Comments on Oma weiß alles… oder: Die Übermutter

  1. Liebe Daniela,

    zum Glück habe ich mit meiner (Schwieger-)Mutter nicht solche gravierenden Kommunikationsprobleme. Sie halten sich grundsätzlich beide an Abmachungen. Allerdings war ich (gerade was das Thema Süßigkeiten angeht) auch lange Zeit sehr empfindlich, vor allem, als die Jungs noch kleiner waren. Meine Mutter gibt ihnen auch viel mehr, als ich es tue und für gesund halte. Zum Glück (und das meine ich wirklich ernst) habe ich aber auch noch meinen Mann, der mich da ein bisschen runterholt. Seine Devise: „Großeltern sind nunmal Großeltern und die sind zum Verwöhnen da.“ Das musste ich erst einmal lange sacken lassen, aber im Endeffekt spare ich mit der Einstellung mehr Kraft und Nerven ein.

    Wobei es sich bei uns tatsächlich nur auf die Süßigkeiten beschränkt, vielleicht fällt es mir deshalb leichter. Und zweitens will ich die Meinung meines Mannes da auch einfließen lassen und nicht nur über die Kinder bestimmen, weil ich die Mutter bin. Fernsehen gibt es bei beiden nicht bzw. kaum und Klamottenkäufe werden mit uns abgesprochen. Wenn du weißt, dass deine Tochter nur einmal in der Woche bei deiner Schwiegermutter ist, hilft dir dann die Vorstellung, dass der Großteil der Ernährung ja immer noch in deiner Hand liegt? Was die Klamotten betrifft: Wenn deine Schwiegermutti sich wiederholt nicht an eure Bitten hält: Verkauf doch die schöne, aber ungetragenen Kleidung, damit sich Andere daran erfreuen können und du dich nicht bei jedem Öffnen des Kleiderschranks ärgerst 😉 (Du kannst ihr ja auch dein Vorhaben freundlich und in Hinblick auf deine guten Gründe „androhen“, damit sie in Zukunft die Wahl hat, falls sie wieder hübsche Sachen in den Regalen sichtet). Und was die Besuche angeht: Hilft deiner Schwiegermutter vielleicht ein „unabhängiger“ Ratgeber für Kleinkinder? In dem sie nachlesen kann, dass alle Kinder so eine Phase durchmachen und es wichtig für ihre Entwicklung ist? Über die Bedürfnisse deiner Tochter würde ich da nicht hinweggehen. Deinen Impuls, dich nicht für die eigenen Bedürfnisse deiner Schwiegermutter zu Flunkereien überreden zu lassen, finde ich sehr wichtig und richtig! Vertraue da auf dich! Ich wünsche dir in jedem Fall viel Kraft und viel Verständnis, auch von Seiten deiner Schwiegermutter!

    Alles Liebe Christine

    • Liebe Christine,
      sagen wir es mal so: Meine Schwiegermutter ist ein wenig „speziell“. Zwischenzeitlich klappt es immer ganz gut, wenn ich sie darum bitte die Maus nicht so vollzustopfen oder ihr nicht so viel zu kaufen. Aber so alle paar Monate vergisst sie alle Abmachungen.
      Alle Kommentare von mir oder meinem Mann hält sie dann für übertrieben. Das hatten wir schon immer. Richtig schlimm war es in der Schreiphase der Maus. Da hat sie uns sämtliche Fähigkeiten abgesprochen mit der Maus umzugehen. Vielleicht bin ich ja deswegen so überempfindlich bei ihr.
      Aber das Thema Schwiegermutter scheint ja -zum Glück- nicht nur bei uns schwierig zu sein 🙂 .
      Der Supermann ist übrigens der gleichen Meinung, wie ich…

      Liebe Grüße
      Daniela

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