So im Laufe der Jahre macht man sich ja Gedanken darüber, wie man sein Kind einmal erziehen möchte. Man denkt darüber nach, wie man selbst erzogen ist, welche Werte man seinem Kind mit auf den Weg geben möchte und welche Werte einem persönlich sehr wichtig sind.

Kennt wahrscheinlich jeder von euch 😉 …

Mir persönlich ist es wichtig, dass sich die Maus eine eigene Meinung bilden kann und diese auch selbst vertreten kann. Dazu braucht es natürlich eine ganze Menge

Selbstbewusstsein, Ehrlichkeit und „Arsch in der Hose“. Das aber auch in der richtigen Dosis, denn an mir selbst merke ich dass ich mit meiner direkten Art oft anecke. Nicht jeder kommt mit meiner Art und Weise zurecht. Manchmal kann ich das sogar nachvollziehen, denn ich leide sozusagen an „verbaler Inkontinenz“ und rede dann gelegentlich ohne vorher darüber nachzudenken, was ich mit dem Gesagten beim anderen auslösen könnte. Damit habe ich mir schon einiges verbaut im Leben und viele halten mich dafür auch häufig für besserwisserisch, divenhaft und arrogant.

So extrem, wie bei mir, soll es also nicht sein. Dennoch finde ich Ehrlichkeit wichtig, bin aber selbst ein ganz schlechtes Vorbild, denn kleine Notlügen im Alltag benutze ich ständig. Kennt ihr wahrscheinlich auch, oder? 😉

Es geht los bei den Notlügen, mit denen ich mich aus irgendwelchen Verabredungen rausreden kann. Ihr wisst ja, mit Kind kann man sich eben nicht mehr so viel Zeit nehmen… Und dann noch die Arbeit… Und und und….
Auch die Maus wird mit Notlügen versorgt und bei der Stange gehalten. Es geht los bei „Das Karussell ist kaputt“, über „Nein, ich weiß nicht, wo das Angelspiel ist. Das hat Papa irgendwohin geräumt.“ bis hin zu „Nein, Lassie (oder Anna und Elsa) läuft jetzt nicht im Fernsehen.“
Leider ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie hinter die Lügen kommt, denn zugegebenermaßen sind sie nicht wirklich clever. Letztens fragte sie, warum denn das Kind da mit dem Karussell fahren kann, obwohl es kaputt ist. Auch dass ihre Kindersendungen immer über das Internet laufen, wird sie irgendwann mitbekommen.

Ihr merkt, ich sitze in der Zwickmühle. Ich möchte ihr vermitteln, wie wichtig Ehrlichkeit ist, aber nehme es mit der Ehrlichkeit auch nicht immer so genau. Ein echtes Dilemma also, wenn man bedenkt, dass Kinder unser eigenes Verhalten ständig nachahmen.

Wahrscheinlich ist der einzige Weg, mit den Notlügen endgültig aufzuhören. Das wird mich wahrscheinlich viele Nerven kosten und bestimmt einige Wutanfälle, denn ein einfaches „Nein, weil…“ akzeptiert die Maus nicht so einfach.
Aber hat ja auch keiner behauptet, dass der Eltern-Job einfach wird.

Wie ist es denn bei euch? Benutzt ihr Notlügen im Alltag mit den Kleinen? Welche Werte sind euch sehr wichtig?

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.