Veränderungen gehören zum Leben, wie das herabfallende Laub im Herbst…
Das Leben besteht sozusagen aus Veränderungen. Nichts bleibt ewig gleich.
Wir kommen auf die Welt, werden erwachsen, lernen, machen Erfahrungen und probieren verschiedene Dinge aus. All das prägt uns und verursacht verschiedene Veränderungen in unserem Leben.

Und so, wie sich das Leben verändert, verändern sich auch die Menschen, die einen im Leben begegnen. Freundschaften entstehen, gehen kaputt, festigen sich oder schlafen einfach ein.

So geht es natürlich auch mir. Das Thema Freundschaft hat sich mit mir, sozusagen im Wandel der Zeit verändert. Und da sich mit der Geburt der Maus damals ein ganz neues Kapitel aufgetan hat, möchte ich mich heute ein wenig mit dem Thema Veränderungen von Freundschaften beschäftigen. Ich nehme damit an der Blogparade von Bella vom Blog familieberlin teil.

In der Kinderzeit war es einfach, Freundschaften zu knüpfen. Man hat sich keine Gedanken dazu gemacht, und konnte unbeschwert mit anderen Kindern spielen.
Ich hatte auch immer viele Kinder um mich herum und war jeden Tag woanders. Allein zu Hause ohne Nachbarskinder war eine absolute Seltenheit. Aber genauso schnell, wie sich Freundschaften zu dieser Zeit entwickelt haben, gingen sie auch wieder auseinander und man hat sich anderen Kindern zugewandt.

Die Bedeutung der Freundschaft würde größer, als ich in die Pubertät kam. Probleme in der Schule, mit Jungs, den Eltern oder mit anderen Freunden musste ja mit irgendwem besprochen werden. Damals haben wir uns allen geschworen, für immer zusammen bleiben zu wollen oder wenigstens regelmäßig zu telefonieren. Mit den Jahren haben sich aber Lebensplanungen und Interessen verändert. Wir haben uns auseinandergelebt, obwohl wir uns gut verstanden haben.

Mein Traum war es immer einmal in meine Lieblingsstadt nach Hamburg zu ziehen, was ich dann ja auch durchgezogen habe. Anfangs bin ich noch in jedem Urlaub nach München zu fahren, denn dort waren ja meine Freunde. Aber mit jedem Besuch habe ich selbst festgestellt, dass es trotz aller Bemühungen nicht mehr so ist wie früher, denn nicht nur ich bin und denke mittlerweile anders.
Es war so nach einem Jahr, als ich mir plötzlich der Gedanke kam, dass das Leben in München bei meinen Freunden auch ohne mich weitergeht. Ich habe meine München-Fahrten reduziert und beschlossen, mich auf neue Bekanntschaften in meiner neuen Heimatstadt zu konzentrieren.
Das war wohl auch der Moment, an dem ich anfing mich im hohen Norden endlich zu Hause zu fühlen.

Hier in Hamburg habe ich viele Bekanntschaften über die Arbeit und übers Internet gemacht. Nur wenige davon wurden wirklich meine Freunde. Auch meinen Superhelden habe ich übrigens über meine Arbeit kennengelernt.
Durch meinen Job in der Behindertenhilfe war es leider nicht immer leicht den Kontakt auch aufrecht zu erhalten, da ich im Gegensatz zu meinen Freunden Vollzeit im Wechselschichtdienst tätig war, aber es klappte.

Vor drei Jahren haben mein Mann und ich dann geheiratet und ein halbes Jahr später wurde ich auch schon schwanger. Wir waren die ersten im Freundeskreis, die Eltern wurden und waren überzeugt davon, dass unsere Freunde auch bald mitziehen…
Aber der Kontakt wurde im Gegenteil immer weniger, denn wir waren hier gestresst, überfordert und fertig mit der Welt mit unserem Schreibaby. Von unseren Freunden kamen nur gutgemeinte Ratschläge, die recht unangebracht waren. Das hat mich dazu gebracht über diese Freundschaften nachzudenken und mich von den Freunden abzuwenden. Letztendlich kann ich es ihnen gar nicht so übel nehmen, denn ich war auch schnell mit guten Ratschlägen, als meine Schwester Mama wurde, aber irgendwie hat das einfach eine Menge Vertrauen zerstört.

Mittlerweile haben wir ein paar Elternpaare kennengelernt, mit denen wir uns gut verstehen. Auch durch meine neue Arbeit habe ich Freunde gefunden, die mir mittlerweile sehr am Herzen liegen.
Es sind nicht viele, aber das ist in Ordnung so…

Momentan fühle ich mich angekommen und bin zufrieden und glücklich mit meinem Leben.
Aber da das Leben ja bekanntermaßen nicht still steht, bin ich gespannt, wie es in 10 Jahren aussieht… Vielleicht lese ich diesen Text ja dann wieder und wundere mich, wie es doch in den letzten Jahren weitergegangen ist.

Wie ist es denn bei euch? Habt ihr Freunde, die euch schon euer ganzes Leben lang begleiten? Oder ist es eher wie bei mir, dass sich das Umfeld schon häufig verändert hat? Bin gespannt…

3 comments on “Freundschaften im Wandel der Zeit”

  1. Hi. Du sprichst mir aus der Seele. Freundschaften haben sich bei mir/uns auch verändert seit das Baby kam. Wir hatten ja auch ein Schreibaby und der Außenwelt zu vermitteln, was das WIRKLICH bedeutet, klappte nicht immer. So zerbracht Einiges. Dass wir nicht immer so konnten und wollten, wie wir uns das vorgestellt hatten und oft viel zu fertig waren, nehme ich gerne noch auf unsere Kappe, aber leider ist das Leben nicht nur Ponyhof und mit einem Baby verändert sich die Welt. Schön, dass du wieder bloggst. Freu!!! LG, Bine

    • Hallo Bine,
      in der Regel ist einem ja selbst nicht bewusst, was es überhaupt bedeutet Eltern zu werden und wie sich das Leben dadurch verändert, auch wenn es kein Schreibaby ist (Dadurch ist es ja echt nochmal um einiges härter). Daher versuche ich meinen früheren Freunden keine Schuld daran zu geben, dass es sich auseinanderentwickelt hat… Ich hoffe, sie denken irgendwann mal an mich, wenn sie selbst Eltern werden 😉

      LG
      Daniela

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