Wer schon etwas länger bei mir mit liest, weiß, wie furchtbar die Geburt der Maus abgelaufen ist. Daher war für mich klar, dass beim zweiten Kind alles anders laufen muss.

Deswegen habe ich mich im Vorfeld der Schwangerschaft schon stunden- und tagelang darüber informiert, wie ich diesmal entbinden möchte. Ich hatte Glück, denn in meinem Wohnumfeld gibt es tatsächlich zwei Hebammenteams, die Geburten im Krankenhaus begleiten.

Da das schwanger werden mit der Maus so schnell geklappt hat, war ich, um auch nichts zu verpassen, mit Schwangerschafts-Frühtests ausgestattet, so dass ich möglichst früh testen konnte, was mein Glück war, denn ich konnte dann am ersten Tag der 5. Schwangerschaftswoche bei dem Team der Hebammen Hamburgskinder anrufen und wurde auch gleich „angenommen“. Eine Woche später war das Team schon bis zum Mai hin ausgebucht.

Die Vorsorge wurde ab der 16. Schwangerschaftswoche abwechselnd durch die Hebammen und meiner Arztpraxis vorgenommen. Außerdem hatte ich immer wieder Termine mit den Hebammen zu bestimmten Themen,  (Geburtsplanung, Erstausstattung, Kliniktasche… )um jede der Hebammen im Team gut kennenzulernen, denn am Tag der Geburt, sollte die Hebamme mit in die Klinik kommen, die Bereitschaftsdienst hat.

In der Schwangerschaft habe ich wirklich jedes Wehwehchen mitgenommen, das ging. Mir war bis zur 21. Woche übel, ich hatte so starke Ischiasschmerzen, dass ich tagelang nicht mehr laufen konnte, ein nicht entdeckter Eisenmangel über Wochen, der mich total ausgeknockt hatte und eine ziemlich schmerzhafte Symphysenlockerung, die auch heute noch schmerzt.
Mein größter Horror war eine erneute Einleitung. Da ich aber sechs Wochen vorm ET schon ständig Wehen hatte, war ich mir sicher, dass es diesmal vor Termin schon losgeht. Und zwar von alleine… Aber wie es ja so ist im Leben, kommt es erstens immer anders und zweitens als man denkt 😀

Ich war inzwischen über Termin und konnte mich kaum mehr bewegen. Eigentlich sollte die Vorsorge ab ET alle zwei Tage von den Hebammen übernommen werden, was meine Ärztin aber abgelehnt hatte. Für mich ging da schon wieder der Horror los. Ich hätte heulen können und fühlte mich total fremdbestimmt. Mein Mut das alles super über die Bühne zu bringen wurde immer kleiner, denn ich wollte zur Vorsorge nicht in die Arztpraxis. Die Angst war zu groß wieder zur Einleitung in die Klinik geschickt zu werden. Leider konnten sich die Hebammen natürlich nicht gegen ärztliche Anweisungen hinwegsetzen, so dass mir nichts anderes übrigblieb als das über mich ergehen zu lassen. Zum Glück war eine der Hebammen immer telefonisch erreichbar. Ich wurde mit meinen Sorgen also nicht allein gelassen.

Nach acht Tagen über dem Termin hat mir meine Ärztin die Kliniküberweisung für die Einleitung in die Hand gedrückt und ich informierte fast unter Tränen meine Hebammen.
So bin ich also an Tag zehn enttäuscht in die Klinik. Dort sollte mir ein Einleitungsballon gelegt werden, der den Muttermund dehnt. Leider war es nicht möglich diesen zu legen, da sich am Muttermund trotz sieben Wochen Wehen rein gar nichts getan hat.
Es wurde also in Absprache mit meiner Hebamme ein Tampon gelegt, der die Geburt einleiten sollte.
Der Tampon wurde also gelegt und ich wurde für eine halbe Stunde ans CTG gehängt.

Da sich noch nichts getan hat, sind der Superheld und ich in die Cafeteria gegangen und haben uns für 17 Uhr wieder mit meiner Hebamme zum CTG verabredet.
Bis dahin habe ich aber nicht viel gemerkt, außer dass es ein bisschen gezogen hat, wie auch schon die letzten Wochen. Also nochmal Kontroll-CTG, auf dem diesmal tatsächlich leichte unregelmäßige Wehen gezeigt wurden.

Meine Hebamme wollte eigentlich nochmal kurz nach Hause, da die Wehen noch unregelmäßig waren. Da die Wehen aber ziemlich schnell hintereinander kamen und schnell stärker wurden, hatte ich mich mit ihr in einer halben Stunde nochmal verabredet. So konnten der Superheld und ich nochmal auf mein Zimmer.
Inzwischen konnte ich aber kaum noch laufen, so dass meine Hebamme den Muttermund untersucht hatte.
Der inzwischen schon bei 3cm war, so dass wir gleich in den Kreißsaal umgezogen sind.

Ab da ging alles ziemlich schnell. Die Wehen kamen in ziemlich kurzen Abständen und waren heftig aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass ich die Schmerzen nicht mehr aushalten kann. Viel mehr lässt sich gar nicht mehr zur Geburt der Minimaus schreiben, denn sie ist um genau 19.39 Uhr zur Welt gekommen. Also 2,5 Stunden nach dem ersten leichten Ziehen.
Während der ganzen Zeit ist mir meine wundervolle Hebamme Jule nicht von der Seite gewichen, außer wenn sie mal ganz schnell was holen musste 😉

Der Minimaus ging es trotz der schnellen Geburt super, so dass wir vier Stunden nach der Geburt schon nach Hause konnten.

Ich hatte diesmal trotz Einleitung eine wunderbare Geburt.
Waren eure zweiten Geburten auch viel einfacher als die ersten? Wie habt ihr, falls ihr eingeleitet wurdet die Einleitung erlebt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.