Wie ich im letzten Post ja schon erwähnt hatte, ist in den letzten Monaten viel passiert… sehr viel. Und das, das uns im Moment am meisten beschäftigt, ist der Mittagsschlaf. Besser gesagt, das Fehlen des Mittagsschlafes.
Zuerst haben wir uns ziemlich gefreut, als die Maus verkündet hat, dass sie jetzt groß ist und somit auch keinen Mittagsschlaf mehr halten möchte. „Ist doch was für Babys!“, hat sie mir erklärt…
Meine Freudengefühle waren dabei sicherlich mindestens genauso groß, wie ihre, denn wir müssen unsere Aktivitäten nicht mehr nach der Uhrzeit planen.

Endlich mal etwas Schönes unternehmen und den ganzen Tag unterwegs sein. Endlich kein samstägliches Gehetze mehr im Supermarkt, damit man auch rechtzeitig zum Mittagsschlaf wieder zu Hause ist. Und vor allem, endlich mal wieder tagsüber mit Freunden treffen, ohne dass man nach kurzer Zeit wieder aufbrechen muss…

So sehr ich mich am Anfang über den weggefallenen Mittagsschlaf gefreut habe, so genervt bin ich mittlerweile darüber, da mit dem Meilenstein auch eine neue Trotzphase startete.
Und Trotzphase gepaart mit Müdigkeit ist eine eindeutig beschissene Mischung.

Die Frustrationsschwelle der Maus ist im Gegensatz zur Lautstärke ihrer Stimme extrem niedrig.
Egal, wo man sich gerade befindet… Sie versucht etwas und schafft es nicht oder sie bekommt etwas nicht, was sie will. Sofort geht das Gekreische los… In Hörsturz-Lautstärke.

Dann haben wir natürlich noch den täglichen Dauer-Spiel-Kram, denn die Maus spielt noch immer nicht allein. Hat sie noch nie und scheint sie auch in naher Zukunft nicht ändern zu wollen…
Man sitzt also entweder den ganzen Tag auf dem Fußboden oder auf dem Spielplatz  und lässt sich von der Maus bespielen. Ihr könnt euch meinen neidischen Blick vorstellen, mit dem ich andere Eltern ansehe,  deren Kinder schön entspannt auf dem Spielplatz spielen.

Zu den alltäglichen Wutanfällen und der Dauerbespaßung kommen zu allem Überfluss auch noch die unterbrochenen Nächte. Die Maus schafft es nämlich mit ihren fast 3 Jahren immer noch nicht durchzuschlafen und weckt uns jede Nacht. Spätestens um 2 Uhr nachts kommt sie aus ihrem Zimmer gekrochen und quetscht sich lautstark zwischen uns ins Ehebett…

Meinen momentanen Zustand kann man wohl am besten mit „Nah am Nervenzusammenbruch“ beschreiben. Inzwischen überlege ich ernsthaft, ob ich mir nicht zur Entspannung einen Wochenendjob zulegen sollte, was der Supermann aber unfair fände. Er findet:  „Wenn ich nicht weg kann, darfst du auch nicht…“

Ja, das sind sie… die Freuden des Elterndaseins…

Wie schafft ihr es diese Phasen zu überstehen, ohne euren Kindern den Hals umzudrehen?

2 comments on “Der Mittagsschlaf… oder: Ich möchte ihr den Hals umdrehen!”

  1. Hihi, das mit dem Wochenendjob hab ich mir auch schon öfter gedacht! Durchschlafen macht meine Kleine mit 3 1/4 auch noch nicht und will auch nirgendwo anders schlafen als neben mir. Zum Mittagsschlaf lässt sie sich aber noch bewegen (zusammen hinlegen).
    Halte durch – es wird… anders?

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