Mann, mann… jetzt ist es ja auf den Tag genau 6 Monate her, seit ich das letzte Mal etwas gepostet habe.  Jetzt wird es also wirklich mal Zeit hier endlich einmal den Staub wegzupusten…Leider werde ich im Moment weiterhin nur gelegentlich schreiben… Zum Beispiel, wenn etwas unbedingt raus muss.
Und heute muss unbedingt etwas zum Thema Freundschaft raus. Besser gesagt, wie schwer es mir fällt, Freundschaften und Bekanntschaften mit anderen Eltern zu schließen.

Denn genau das ist mir früher, als es noch keine Maus gab, unglaublich leicht gefallen. Ich habe immer und überall neue Menschen kennengelernt, war viel unterwegs und schüchtern war ich auch noch nie.
Inzwischen gibt es aber kaum noch etwas, das ich komplizierter finde, denn man muss sich nicht nur einfach gut verstehen, sondern auch noch einen zumindest einigermaßen vertretbaren Erziehungsstil bei den eigenen Kindern haben, denn seien wir mal ehrlich: Wer schafft es schon, sich aus deren Belangen rauszuhalten, wenn es deren einzige Freizeitbeschäftigung ist, mit dem Nachwuchs in die Glotze zu starren.

Dann muss man sich auch noch in die einigermaßen gleiche Richtung entwickeln, denn nichts ist schlimmer, als Freunde, die irgendwann total abheben und nichts mehr mit denen von früher gemein haben.

Und zu guter Letzt sollte man die gleichen Interessen in Sachen Freizeitbeschäftigung haben, denn ich würde es nicht lange mit jemandem aushalten, der ständig nur in den Indoor-Spielplatz möchte.

Ihr seht es also schon. Das sind extrem viele Ansprüche, die ich an neuen Bekanntschaften stelle. Vielleicht sind es ja auch zu viele… wer weiß.

Auf jeden Fall habe ich in den letzten 3,5 Jahren seit die Maus auf der Welt ist, einige Erfahrungen zu dem Thema machen.
Zum Beispiel gute Freunde, die keine Kinder haben. Man merkt, dass sich Interessen dann oft auseinanderentwickeln. Früher hatte man noch die gleiche Meinung in Sachen Umgang mit Kindern. Meine Erfahrungen haben aber viele Standpunkte und Meinungen, die ich hatte um 180° gedreht. Die kinderlosen Freunde haben diese Erfahrung nicht gemacht und können vieles schwer nachvollziehen.
Bei einigen haben wir es geschafft die Freundschaften zu halten, wenn auch mit längeren Funkpausen. Bei anderen ist es, nicht immer friedlich, auseinandergegangen.

Dann gab es noch die, mit denen man sich sofort auf Anhieb verstanden hat. Die Kinder waren in der gleichen Tagesbetreuung und haben sich auch angefreundet. So kam eins zum andern. Man hat sich oft auf dem Spielplatz getroffen und hat viel zusammen unternommen.
Diese Eltern waren anders, als die anderen. Nicht so abgehoben. Normal, wie wir eben.
Wir fanden es sogar ganz lustig über die ganzen anderen „Spinner“ zu lachen und wir mochten uns so gern, dass wir sogar die gleiche Kita für unsere Kinder ausgesucht haben, obwohl das für uns bedeutet, dass wir einen deutlich weiteren Weg haben.
Aber irgendwie stellte sich in der Eingewöhnung der beiden Mädchen schon raus, dass wir in vielen Dingen unterschiedliche Betrachtungsweisen hatten.

Wir geben uns als Eltern gern Mühe. Wollen, dass die Maus „sinnvoll“ beschäftigt wird. Spielen auch mal mit ihr, obwohl wir gerade total von ihr genervt sind. Wir versuchen uns immer wieder schöne Wochenendaktivitäten zu überlegen, damit wir etwas Schönes zusammen unternehmen können.
Die Eltern des anderen Kindes haben 2 Kinder. Davon ein Baby, das kaum schreit und viel schläft. Der Traum aller Eltern. Das Baby hat sogar schon mit 2 Monaten die Nacht durchgeschlafen…
Die Große dagegen ist zufrieden, wenn sie den ganzen Tag in die Flimmerkiste starren darf oder mit dem Tablet spielen darf. Und das wird eben auch ausgenutzt…
Es sei denn, wir waren auf dem Spielplatz. Das endete aber immer damit, dass entweder ich oder mein Mann mit den Kindern gespielt haben.

Auch unsere Freizeitaktivitäten gingen plötzlich weit auseinander… Deren Freizeit fing am Wochenende erst gegen 16 Uhr an, während wir spätestens um 18 Uhr zu Hause sein wollte um gemeinsam zu Abend zu essen, denn hier geht die Maus um spätestens 20 Uhr ins Bett. Da gibt es auch keine Ausnahmen. In der anderen Familie waren die Kinder dann schon des Öfteren bis 22 Uhr unterwegs

Für mich war es außerdem selbstverständlich mich in die Kita der Maus einzubringen. Bei den Eltern des anderen Mädchens nicht. Die wollten sich von Anfang an aus allem raushalten und ihre Tochter nur abholen und bringen. Zu viele Schicki-micki-Eltern haben sie immer gesagt.
Dafür sind die beiden diejenigen welchen, die sich wegen jedem Pups beschweren gehen…

Ihr seht, die anfängliche Begeisterung füreinander hat ziemlich nachgelassen. Das schlimmste aber daran ist meiner Meinung nach, die Tatsache, dass die Freundschaft der beiden Kinder leidet. Trotz aller Bemühungen den Kontakt aufrecht zu halten… Alle Anfragen unsererseits wurden immer wieder mit faulen Ausreden abgeblockt.

Inzwischen haben wir uns damit abgefunden und hoffen bald andere Bekanntschaften zu schließen, mit Eltern, die mehr auf unserer Wellenlänge sind.

Wie haben sich bei euch Freundschaften verändert? War es für euch leicht neue Menschen kennen zu lernen, die zu euch passen?

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