Jetzt, wo meine Neuigkeiten endlich raus sind, kann ich endlich mal einen kleinen Vergleich ziehen. Obwohl, ein kleiner Vergleich reicht wohl nicht, denn es ist inzwischen alles anders.
Beim positiven Schwangerschaftstest war ich doch tasächlich der festen Meinung, ich wüsste worauf ich mich da schon wieder einlasse. Leider hab ich ziemlich schnell gemerkt, dass ich überhaupt keine Ahnung hatte, worauf ich mich einlasse, denn ich habe meine erste Schwangerschaft irgendwie anders und weniger nervig in Erinnerung.

14. Schwangerschaftswoche

In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich, im Gegensatz zu jetzt kaum Beschwerden. Ich war Anfangs müde, was aber auch mit meinen Schilddrüsenproblemen zu tun hatte und mir war zwar den ganzen Tag, aber nicht extrem übel. Gegen Mitte der Schwangerschaft bekam ich Probleme mit dem Ischias und Sodbrennen. Am Ende waren dann noch nächtliche Toilettengänge und zwei Wochen vor der Geburt die Symphysenschmerzen aus der Hölle da. Alles in allem zwar keine Wehwechenfreie Zeit, aber doch eine recht normale Schwangerschaft…

Jetzt ist alles anders. Angefangen von der Übelkeit schlechthin. Mir ist morgens übel und wenn ich nicht sofort nach dem Aufstehen einen Kakao trinke (trinke ich sonst nie), wird sofort die Kloschüssel umarmt. Den Rest des Tages verbringe ich dann mit leichter Übelkeit, bis zum späten Nachmittag. Inzwischen weiß ich nämlich ganz ohne Uhr, wann es 17 Uhr wird, denn genau pünktlich zu dieser Uhrzeit fängt die Übelkeit wieder an. Nur dass diesmal kein Kakao oder auch nur irgendwas hilft. Inzwischen bin ich es auch gewohnt komisch angestarrt zu werden, denn pünktlich um 17 Uhr fange ich immer an zu würgen. Egal, wo ich gerade bin.

Das Thema Essen ist auch furchtbar. Anfangs hatte ich noch gar keine Probleme. Ich hatte einen extremen Heißhunger auf Fleisch. Dem hab ich auch nachgegeben. Ungefähr zwei Wochen lang. Seitdem bin ich appetitlos. Ich habe auf nichts Hunger. Manchmal muss ich nur an Essen denken oder darüber sprechen und mir wird wieder übel.
Bisher war Kaffee immer mein Lebenselixier. Inzwischen kann ich ihn nicht einmal mehr riechen. Das kenn ich aus meiner ersten Schwangerschaft nicht. Da habe ich normal gegessen, hatte keine Heißhungerattacken und habe -in Maßen- Kaffee getrunken.

Auch schlimm ist meine Müdigkeit und mein gesamtes Schlafverhalten. Ohne mein inzwischen tägliches Mittagsnickerchen komme ich kaum noch über die Runden. Dafür wache ich nachts im 90 Minuten-Takt auf. Das einzig Gute daran ist, dass ich meine Schilddrüsenmedikamente schon gegen 5 Uhr morgens nehmen kann. Sonst müsste ich eine halbe Stunde warten, bis ich meinen Kakao trinken kann.

In der ersten Schwangerschaft war ich recht sorgenlos. Da hat nie etwas gezwickt oder gezwackt. Diesmal ständig. Am einen Tag mache ich mir Sorgen, weil es zu viel zwickt und am nächsten Tag, weil es zu wenig zwickt…
Außerdem kenne ich inzwischen jede Toilette auf meinen Wegen, was ziemlich nerven kann. Jeder Weg mit mir dauert inzwischen fast doppelt so lang, weil ich erstens ständig zur Toilette muss und zweitens nach drei Schritte schon schnaufe wie ein altes Brauereiross, wie bei fast jeder Bewegung.

Inzwischen bin ich froh, dass ich zu Hause bin und nicht arbeiten muss, denn ich wüsste gar nicht, wie ich das durchhalten soll.
Vor Viereinhalb Jahren bin ich ohne Probleme bis zum Mutterschutz arbeiten gegangen und empfand diese ewig jammernden Schwangeren als furchtbar. Inzwischen bin ich selbst so eine. Ich nehme also hiermit alles, was ich damals über jammernde Schwangere gesagt habe offiziell zurück… 🙂

Vielleicht habe ich ja diesmal Glück und habe eine unkomplizierte, einfache Geburt und ein unkompliziertes Baby, wenn die Schwangerschaft schon so anstrengend ist. Beim letzten Mal war es ja schließlich umgekehrt  😉

Waren eure Schwangerschaften auch so verschieden oder anstrengend?

 

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